rp12 chairsAuch in diesem Jahr versammelten sich anlässlich der re:publica in Berlin (2. bis 4. Mai 2012) Tausende vonTeilnehmern auf der größten deutschen Internet-Konferenz. Angesichts der weitreichenden Berichterstattung und Live-Streams auf Spiegel Online, über den auch ferngebliebene Interessierte an ihren Arbeitsplätzen in Unternehmen oder Zuhause das Event-Programm verfolgen konnten, möchte ich hier konsequent und zeitgemäß das Prinzip des Teilens einsetzen und habe interessierte #rp12 Teilnehmer nach Ihrer Meinung gefragt, wie sie die Konferenz, deren Besucher und den  vermittelten Stand der Gesellschaft im digitalen Zeitalter empfunden haben.

– Marcel Meder ist Social Media Manager des RAABE Verlags* in Stuttgart. Er beschreibt seine Premiere als Teilnehmer an der re.publica so:

Am besten gefallen hat mir eine Veranstaltung abseits von re:learn: “Mächtiger als Merkel: Wie Brettspielentwickler Gesetze machen (würden)”, von Marcel-André Casasola Merkle. Der Vortrag war gut aufgebaut, interessant, zudem witzig und mit einer anschaulichen Präsentation ausgestattet. Der Vortragende hat eigentlich keine Vorschläge gemacht, wie er Gesetze verfassen würde. Er hat die Entwicklung von Gesetzen und die von Regelsystemen in Spielen verglichen. Er arbeitete die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede beider heraus und hat die Arbeitsweise des Spieleentwicklers auf die Arbeit der Legislative angewandt. Sein Ansatz lief darauf hinaus, dass der Spieler bzw. der Bürger dazu animiert und motiviert werden soll, seine guten Eigenschaften freiwillig ins Spiel bzw. in das gesellschaftliche Zusammenleben einzubringen, also nicht aus Angst vor Bestrafung oder aus Befriedigung durch Belohnung, die beide im Ergebnis unzulänglich seien  und nur kurzfristig oder gar nicht funktionieren. Den Abschluss bildeten die “Mauern”, also die Momente, die eine kreative Gesetzgebung verhindern:

1. Ungerechtigkeit: gefühlte vs. objektive Gerechtigkeit
2. Willkür: Leistungsethik, die die Willkür (MM: Kontingenz) negiert
3. Überforderung: ein Gesetz muss funktionieren, auch wenn ein Regeldetail von vielen nicht beachtet wird
4. Verkrustung & 5.Ohnmacht: Monopoly vs. Siedler von Catan – der Handlungsspielraum der Akteure muss immer derselbe bleiben und muss von einem Gewinn- oder Belohnungssystem getrennt bleiben
[der letzte Punkt ist etwas unscharf, der Verweis auf M. vs. SvC trifft es aber: bei M. ist ein Spieler irgendwann dermaßen im Vorteil, sodass diese "Verkrustung" die anderen Spieler nur noch relativ lange "ohnmächtig" zuschauen lässt.]

Insgesamt fand ich es (als Neuer) schwer bei der Fülle des Angebots, das Richtige/Passende zu finden, auch wenn ich während eines Vortrages wechseln konnte, sobald ich das Gefühl hatte, ich habe die falsche Veranstaltung gewählt. Die Titel waren außerdem nicht immer gut gewählt, sodass man sich die Vorschau vieler Veranstaltungen im Detail hätte anschauen müssen, um die passende zu erwischen. Die Kategorie re:learn gab leider weder einen Hinweis auf die Qualität noch war für mich als Redakteur aus dem Schulmaterialbereich alles interessant. Die Tatsache, dass es den “Track” gab, fand ich aber sehr sinnvoll, da er die gesellschaftliche Relevanz des Zusammenspiels von Bildung und digitalen Medien abbildet. Die gesamte Veranstaltung empfand ich als sehr gelungen, die Preise (Verpflegung) i.O., den fahrenden Zasterautomaten eine witzige und nützliche Ergänzung.

Für die #rp13  würde ich mir einen Ausbau des Tracks re:learn wünschen. Ein funktionierendes W-Lan und vielleicht ein paar Veranstaltungen , die weniger frontal, sondern mehr “social” sind, also stärker den Raum für Kooperations- und Diskussionsmöglichkeiten bieten [etwas unkonkret, ich weiß, aber konkretere Ideen habe ich im Moment nicht]. Außerdem vielleicht eher eine Aufteilung in “Einsteiger” und “Fortgeschrittene” o.ä., wobei letztere dann auch tatsächlich die Vertiefung  eines Themas anbieten müssten, die mir an mancher Stelle gefehlt hat.

Meike Leopold bloggte als Social Media Managerin bei NTT Data aus München bereits während des Events – sie brachte ihre Eindrücke auf den Punkt:

Ich fand den Vortrag von Eben Moglen auch nach 3 Tagen noch herausragend. Und ich habe mich gefragt, warum nicht eine Session möglich wäre, die das Thema Blogs erweitert auf Corporate Blogs bzw. das Verhältnis unabhängiger Blogs und Corporate Blogs zueinander. Zumal Sascha Lobo das Blog als Medium ja besonders herausgehoben hat. 

rp12 stage

 – Ragnar Heil ist studierter Soziologe und für Microsoft Deutschland tätig. In seinem Blog schreibt er über den Besuch der re:publica 2012: die flauschige Klassenfahrt #rp12 –

…ich möchte in Worte fassen, was mich an dieser größten und wichtigsten Konferenz der deutschsprachigen Netzgemeinde so fasziniert:
Vorausgehen möchte ich mit einem riesig dicken Lob an die Organisatoren Tanja & Johnny Haeusler, Markus Beckedahl, Clemens Lerche und Andreas Gebhard. Sie war wahrlich perfekt und die neue Location in einen alten Postcenter am Gleisdreieck in Berlin gut gewählt (…)
Es ist riesiges Zusammentreffen von Leuten, die untereinander hochgradig effektiv und intensiv vernetzt sind. Man erlebt sich also an einem fremden neuen Ort gemeinsam, was das Zusammengehörigkeitsgefühl intensiviert. (…)
Ständig sah man, wie sich Menschen umarmten, küssten, flauschten. (…)
Dieser Flauschangriff hat jedoch auch zur Folge, dass die #rp12 nicht besonders bissig war. Der Flausch überdeckte etwas. Es wurde auch in den Vorträge so gut wie nicht provoziert, wenig Innovatives, Visionäres oder ungewöhnlich Gesellschaftskritisches präsentiert. Der Glaser/Dueck/Kruse-Vortrag fehlte. Vieles kam bekannt und oft gehört vor.

Maryam Gieleky betreute als Ansprechpartnerin den Stand der Deutsche Post DHL als einem der Partner der Veranstaltung. Sie nahm diese Eindrücke aus Berlin mit:

Ich war das erste Mal auf der re:publica und bin sehr begeistert.
Das Besondere für mich waren die Gespräche mit den anderen, mir zunächst unbekannten Messebesuchern. Diese waren sehr vielfältig, von Studenten der Philosophie, die über die Zukunft der Welt sprachen, bis zu Beratern, die das Leben effizienter gestalten wollen. Was alle vereinte, war das Interesse nicht nur an Themen rund um das Internet, sondern an verschiedensten, gesellschaftlich relevanten Themen. Ich mochte dieses junge, unkomplizierte Ambiente. Die Session mit Regierungssprecher Steffen Seibert hat mich sehr inspiriert. Er machte deutlich, dass er das Twittern als einen ergänzenden Kommunikationskanal nutzt um mit der Öffentlichkeit in Dialog zu treten. Dabei war sein Auftritt symphatisch, souverän und authentisch.
Gesamtfazit: re:publica ist erlebenswert.

Jan Westerbarkey ist Geschäftsführer von Westaflex in Gütersloh und u.a. Co-Organisator des BarCampOWL. Jan lernte ich übrigens am Donnerstagabend im Fabisch bei unserem traditionellen re:publica Sidekick kennen, anlässlich dessen der rplive Blog nachhakte , ob das schon etabliert (ha!) sei… (so blieben wir dann lieber Geheimtipp). – Seine ganz persönlichen rp12 Impressionen fasste Jan so zusammen:

Ich bin froh, bereits im November letzten Jahres mein 3-Tages-Ticket für die diesjährige re:publica gekauft zu haben. Dazu muss man wissen, dass die vorherigen Veranstaltungen durch zu kleine Raum-Kontingente und stetige Überfüllung gekennzeichnet waren. Gleichzeitig brach regelmäßig das Mobilfunk-Netz zusammen, so dass der menschliche Kontakt, wenn man schon nicht mehr in die überfüllten Räume eingelassen wurde, das eigentliche Highlight war. Mit der neuen Lokalität verliert sich die räumliche Enge, eine zentrale grosse Meeting-Plaza mit Restaurant bot noch mehr Gelegenheit zu tollen Gesprächen. Zusätzlich war eine offene Bartheke im Hof vor dem Einlass aufgebaut – Kontakt- und Flirtfläche in einem.
Diesmal waren die Vortragsthemen und simultan stattfindenden Events so umfangreich, dass auch ich einige Referenten erst später im Video-Mitschnitt hören konnte. Es gab einige Inhalts-ähnliche Vortragsstränge, so dass die Wege zu den Hörräumen nicht zu weit waren. Sehr angenehm habe ich die Mischung der Aussteller empfunden, sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis der Speisen und Getränke. Ein bisschen Barcamp-Niveau war noch beim nicht funktionierenden WLan und den sanitären Anlagen auszumachen.
Der grosse Gewinn der Veranstaltung, liegt für mich in den überraschend tiefgründigen Vortragsthemen, dener der Vortragstitel in kreinster Weise entsprach. Natürlich gab es auch Enttäuschungen, in denen ich mir seitens der Referenten weit mehr Erkenntnis-Zuwachs erwartet hätte. Insgesamt überwiegt allerdings der Wissensgewinn und die Alltags-Tauglichkeit der gehörten Fallbeispiele und Checklisten.
So bin ich mir sicher, auch im kommenden Jahr dabei sein zu wollen, zumal eine derartige Wissens- und Referenten-Dichte wohl nur in der Bundeshauptstadt möglich ist. In diesem Kontext habe ich mich über den Auftritt des Regierungssprechers gefreut, was darauf hoffen lässt, dass nicht nur die Piraten-Partei Neue-Medien-Kompetenz für sich beansprucht. Erste Anregungen von PR-Beratern im beruflichen Umfeld sind bereits umgesetzt; ich will ja nicht allein so aufgeschlaut sein…

– *) Disclaimer: Der Raabe Verlag ist ein Kunde unserer Agentur. –

{ 0 comments }

Wöchentliche Twitter-Zusammenfassung

by iblicker on 8. Mai 2012

  • 02.05 12:31 Re:mind the planet, not just local interests ? besucht mehr internationale Sessions rp12 #
  • 03.05 11:55 @kasi ja #
  • 03.05 11:49 .@kasi Danke, wir planen, den rp12 Sidekick nun im Fabisch (gegenüber St. Oberholz) zu machen, wegen Live-Work-Balance :) ^ib #
  • 03.05 11:26 .@kasi Mach eine Sidekick Session, machen wir auch zum Thema Digitalisierung in Unternehmen (abends, Off-Location). Und promote es fix. ^ib #
  • 03.05 18:11 Update: Location heute Abend für den rp12 Sidekick "Digitalisierung in Unternehmen" (für Unternehmensleute) t.co/o7rK8E7A #
  • 04.05 16:59 @trottelbot ? #

Automatically published by PubPipe

{ 0 comments }

Wöchentliche Twitter-Zusammenfassung

by iblicker on 1. Mai 2012

  • 26.04 00:01 RT @iblicker: Video Summary of @TheNextWeb Conference ? Day 1: Hack Battle Compilation and CxO Summit tnw2012 t.co/dv8luMu8 #
  • 26.04 13:57 RT @beckerjoerges: Impressionen von der TNW Conference TNW2012, The Next Web Means Every Next Digital Story t.co/8Cv3pOnj #
  • 26.04 13:54 Impressionen von The Next Web Conference TNW2012, Amsterdam: The Next Web Means Every Next Digital Story t.co/8Cv3pOnj via @iblicker #
  • 27.04 10:54 Herausforderung für Hotels ist nicht das massive @airbnb Wachstum t.co/OoPmebOA sondern, dass Gäste es lieben ? @jgebbia TNW2012 #
  • 27.04 12:43 RT @raabeschule: Lehrer und Schule in der digitalen Gesellschaft t.co/bmxmtIF7 vom 2. bis 4. Mai auf der re:publica 2012 rp12 Berlin #

Automatically published by PubPipe

{ 0 comments }

Wöchentliche Twitter-Zusammenfassung

by iblicker on 24. April 2012

  • 17.04 15:03 Eben: Diskussion über Satzzeichen in Blog-Postings. t.co/cCQ2CbT5 Als hätte sich Wolf Schneider in der Agentur angekündigt. #
  • 19.04 16:05 Investment in deutsches Know-how über Cloud und Daten: Morgan Stanley Expansion Capital investiert in @DocuWare_de t.co/pl6GzmO1 #
  • 19.04 16:40 RT @comm_world: Weniger als ein halbes Jahr bis zur Communication World 2012 t.co/uL6P9aNt Volles Programm für Mobile IT ccw12 #
  • 20.04 15:48 Weil München die Mobile IT World Capital der Herzen ist, gilt unser FollowFriday heute der @comm_world ccw12 samt @EnterprisIT Blog. ff #

Automatically published by PubPipe

{ 0 comments }

Wöchentliche Twitter-Zusammenfassung

by iblicker on 17. April 2012

  • 10.04 13:31 @kickenmitherz Die Umfrage zu Kicken mit Herz kmh12 ist beantwortet ? wir sind gespannt auf die Ergebnisse! #
  • 11.04 12:16 Neues Seminar für Marketing/PR: Google+ & Co. ? Social Media-Dienste jenseits von Facebook und Twitter: 21.05., München t.co/hH1ATHni #
  • 11.04 17:08 Chapeau, unsere Google+ Seite erstrahlt schon in neuem Glanz: t.co/UKslCo4U Erster Screenshot: t.co/APnlwZGA #
  • 12.04 10:27 Sehr schön! So wird Werbung gemacht: t.co/KNLgVfNJ #
  • 12.04 13:18 Re:action rules :) ? RT @republica: Das ist viel relevanter für die rp12 als Eure ursprüngliche Einreichung. Tolle Initiative, Danke! #
  • 12.04 12:48 Erstes Re:sultat der re:publica 12: Sidekick zum Austausch über Digitalisierung in Unternehmen t.co/MJss83vH rp12 #
  • 13.04 09:18 Das Social Media Seminar für Mitarbeiter in Unternehmen und Verlagen, 21.05., München t.co/9QkjYGNu Früh anmelden für beste Plätze :) #
  • 13.04 15:26 Die meistgepinnten Worte und Begriffe auf Pinterest [Infografik] t.co/BBdjMmRg #
  • 14.04 14:21 Facebook-Seiten für Unternehmen: Mehr Potential durch Inhalte und Interaktion statt Kampagnen und Viralaktionen t.co/jaCitoTU #

Automatically published by PubPipe

{ 0 comments }

Das Interesse unserer Kunden liegt neben der Planung einer strategischen Vorgehensweise, aussagekräftigen Botschaften und – selbstredend – grandiosen Inhalten auch immer wieder, nachgelagert, auf der Suche nach dem Umgang mit unterschiedlichen Plattformen im Social Web.

Allem voran geht es dabei um die adäquate Bedienung und Bespielung von Blog, Facebook oder Google+, daneben den passenden Einsatz etwa von Instagram und Pinterest, auch angesichts des Hypes darum. In der Regel ist die zentrale Herausforderung, die auftaucht: Wie können wir mehr “Gefällt Mir”-Klicks bzw. mehr Fans bekommen? Die Frage ist berechtigt, denn je  mehr Anhänger, je mehr Menschen die Beiträge der Kommunikationsabteilung lesen, desto größere Popularität kann für eine Idee, eine Marke, ein Produkt oder das Unternehmen erwachsen.

Um aber den Zahn hier gleich zu ziehen: In Social Media spielt es weniger eine Rolle, wieviele Leute einmal auf einen Button wie “Gefällt Mir” oder “Folgen” geklickt haben. In der Strategie, die so manche Social-Media-Agentur oder Guerilla-Marketing-Experten vorschlagen, ist dies mitunter so oder ähnlich formuliert: “Rasche Generierung einer kritischen Menge an Teilnehmern“. Das ist grober Unfug und gehört in die Kategorie “Mogelpackung”. In der realistischen Umsetzung bedeutet dieser Ansatz oftmals, auf eine regelrechte Verlosungs- oder Betteltour zu gehen. Schon in der Planungsphase ist dies oft gekoppelt an einen Forderungskatalog seitens der Dienstleister, etwa nach Preisen, die bei entsprechenden Gewinnspielen ausgelobt werden sollen.

Vielmehr lautet doch die Aufgabenstellung, sich auf digitalen Wegen und Kanälen mit Nutzern, Interessenten und Kunden samt deren Bedürfnissen und Fragen zu beschäftigen und mit ihnen zu interagieren. Sinn und Zweck einer respektablen Kommunikation in beide Richtungen – Unternehmen und Nutzer – ist übrigens, dauerhafte Aufmerksamkeit und echte Begeisterung zu wecken.

Nur auf diese Weise entstehen die Bereitschaft, der Marke zuzuhören, und Vertrauen zum Unternehmen zu fassen. Das kann nicht mit irgendwelchen standardisierten Viralkampagnen und technisch für eine kurze Zeit angelegte Moderationskonzepte gelingen. Außerdem sollten – möglichst – alle mitmachen, die das Thema Social Web verstehen. Also alle einsetzbaren Mitarbeiter im Unternehmen, so meine ich.

Auf unterhaltsame Weise haben sich nun die amerikanischen Zeichner von The Oatmeal des Themas angenommen – der Ernst der Angelegenheit lässt sich bei kurzem, besser aber genauem Hinsehen erkennen. – Wir entschuldigen uns im Namen der Autoren für die manchmal nicht ganz zurückhaltend getexteten Inhalte der Beispiele – die Wirkung ist hierbei aber entscheidend.

How to get more likes on Facebook

{ 0 comments }

Auf zur re:publica 2012 – auch die Wirtschaft!Stellen Sie sich vor, die größte deutsche Web-Konferenz findet statt und die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft ist nur eine Randerscheinung. Warum eigentlich? Das fragen wir uns, seitdem wir bei der re:publica in Berlin – damals noch in der Kalkscheune – auf Unternehmensseite als Sponsoren gestanden haben. Und im letzten Jahr quasi das gleiche Spiel: Unter anderem die Premiumpartner HP und Sony hatten auf der Empore des Friedrichstadtpalastes eine Reihe sehr ansprechender Stände aufgebaut. Trotzdem interessierten sich vergleichsweise wenige Digital Natives dafür. Auf meine Nachfrage am letzten Tag bei Sony, die allen Bloggern fette HD-Kameras für Video-Beiträge zur Verfügung stellten – leicht verlegenes Schweigen. Dann: “Eine haben wir gestern schon verliehen”.

Diesmal ist der rp12 Agenda-Hashtag Business - das steht wohl zusammenfassend für Wirtschaft, Unternehmen, geschäftliche Ergebnisse – jedenfalls schon einmal vergeben: Es findet sich bislang ein annoncierter Sprecher, vielmehr: ein Unternehmensberater. Ist etwa Business so überflüssig, dass zwar Sponsoring zum digitalen Klassentreffen in Strömen fließen soll, ansonsten aber die Digitale Bohème lieber unter sich bleibt? Wir meinen, dass dies nicht so bleiben muss. Immerhin findet – als passende Alternative – in der Folgewoche der Berlin Web Week schon die folgende Digitalkonferenz Next Berlin statt, zu der als Keynote Speaker der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, angekündigt ist.

Was wir tatsächlich glauben: Blogger, Geeks & Nerds und Mitarbeiter aus Unternehmen gehören einfach zusammen: Schon zur  rp11 reichten wir einen morgendlichen webcific coffee – und, voilá, interessierte sich eine handvoll Besucher aus Wirtschaftskreisen für einen lockeren Austausch.

Damit während der re:publica 2012 all jene Konferenzteilnehmer, besonders aus Kommunikation und Presse, sowohl Hauptstadtbesucher als auch Berlin-Residentials, eine inhaltliche Plattform zum persönlichen Austausch finden, legen wir nun eine neue Edition unseres Sidekicks webcific auf und schaffen mit re:sultate am Abend des 2. Konferenztags die Möglichkeit, den Stand der Dinge 2.0 zu diskutieren – unter Unternehmern, Corporate Bloggern, Journalisten von Berufs wegen, Marketingverantwortlichen, Pressesprechern/PR-Managern und allen im Unternehmen mit Social Web und Digitalarbeit verbandelten Mitarbeitern.

Die Spannung steigt: Der Sidekick webcific re:sult wird am Donnerstag, 03. Mai 2012, stattfinden (Klick öffnet Termin in Google Calendar) – die Location an zentralem Ort in Berlin-Mitte geben wir rechtzeitig vor der #rp12 bekannt.

Update 03.05.2012 –

Wir treffen uns im Restaurant Fabisch im (The Circus Hotel) in der Rosenthaler Straße 1 in Berlin-Mitte – direkt gegenüber vom Sankt Oberholz (U 8 – Rosenthaler Platz).
Fairerweise noch der Hinweis, dass bitte jeder für sich zahlt.

 

{ 2 comments }

Wöchentliche Twitter-Zusammenfassung

by iblicker on 9. April 2012

  • 02.04 22:15 Massenmedium, deren Betreiber wissen, was Nutzer wollen ? Differenzierte Facebook-Reportage 45min NDR Livestream: t.co/9HdHLWPo #
  • 03.04 12:11 Erfreulich, wie digitale Entwicklung in Bayern sichtbar wird. Das neue Landesportal ist social: t.co/xMkCn0wp #
  • 03.04 10:57 Referendare mit Ideen: Bei unserem Kunde RAABE läuft eine Oster-Aktion zur Unterrichtsgestaltung in der Schule t.co/4d2TkIdj #
  • 05.04 10:51 RT @raabeschule: Hätten Sie?s gewusst? t.co/lG5Sh4HA Wie feiert man in anderen Ländern Ostern? #
  • 05.04 14:35 Facebook-Nutzer und die neue Timeline: Statusmeldungen und Interaktion der Freunde wichtiger als das Titelbild t.co/IxkZxtcl #

Automatically published by PubPipe

{ 0 comments }

Becker Joerges Facebook Chronik Timeline ScreenshotDa haben wir den Beweis: Wer schreibt, der bleibt – auch in Facebook. Die kürzlich neu eingeführte Timeline-Darstellung wird von den Nutzern im Alltag ganz anders verwendet als gedacht. Schade um das aufgeblasene Getue zahlreicher Social-Media-Agenturen und -Berater, die es zum  Start der umgestellten Facebook-Seiten im Prinzip nicht wissen konnten, doch umso mehr über die Bedeutung für die Community gepostet haben. Das künftige Verhalten der Community im Social Web lässt sich eben doch nur wie ein Blick in die Kristallkugel deuten, eben wie im richtigen Leben. Handfeste Beweise liefert eine jetzt vorgelegten Studie, welche das Nutzungsverhalten mittels der Augenbewegungen (Eye-tracking) der Facebook-User erfasst hat.

Demnach haben die Nutzer

  • …besonders auf die Interaktion ihrer Freunde geachtet: Das Schreiben von Kommentaren und das Teilen von Inhalten wird am meisten beachtet. Daneben wird auch klar bemerkt, wenn Freunde den “Gefällt mir” Button von Seiten oder in Beiträgen klicken.
  • …es geschätzt, wenn die Timeline, besonders bei großen Marken fortlaufend mit Beiträgen befeuert und dadurch wie viele kleien Mosaiksteine Geschichten erzählt werden Erst so entsteht ein – gepflegtes – Markenbild, entwickelt auf Basis von Elementen, die auf das interne Markenleitbild einzahlen. Umgekehrt verlieren die Nutzer vergleichsweise schnell das Interesse, wenn nichts passiert.
  • es kaum genutzt, wenn die Timeline nachträglich und rückwirkend gefüllt wird. Der schlichte Grund: Mehr als einen Monat scrollt niemand in der Chronik zurück. Daher bleiben solche beachteten Maßnahmen, wie etwa die des Musik-Streaming-Anbieters Spotifyseine Timeline inhaltlich zu instrumentalisieren, eher punktuelle Gimmicks. Besonders nachhaltig für die Reputation einer Marke ist das jedoch nicht.
  • …- vielleicht überraschend – auch den Inhalt auf der “Über”-Seite gelesen: Insgesamt wurde dies als der einfachere Weg gegenüber dem Recherchieren auf einer traditionellen Homepage betrachtet. Möglicherweise liegt es daran, dass die Social-Media-Verantwortlichen wenig Augenmerk darauf legen, was dort steht, vielleicht sogar ein Boilerplate-Text aus einer Pressemitteilung eingestellt wird, und so der klassische “About”-Text” vergleichsweise einfach und kurz ist.
  • …das Titelbild der Facebook-Chronik  entweder komplett ignoriert oder als als Werbefläche des Unternehmens  bzw. Anbieters eingestuft. Dies wurde im Vorfeld der Umstellung in frühen Bewertungen bisweilen orakelhaft überbewertet.
  • …kaum nachgeordnete Funktionen von eigens entwickelten Facebook- Apps genutzt. – Eine Ausnahme bilden übrigens Spiele auf Facebook.

Funktionale Tipps für den Einstieg in die zahlreichen Besonderheiten, die es bei der Umstellung in Facebook beachtenswert sind, gibt es hier.

Die wirklich entscheidenden Faktoren , egal ob im bilateralen Dialog mit der Presse oder direkt mit der Community per Social Media, folgen nach wie vor den klassischen  Grundlagen für traditionelle Kommunikation:

  • Die Qualität eines Produkt, einer Dienstleistung oder Beratung muss einwandfrei sein. Diese “gute Ware” kann sofort so zu beurteilen sin oder unter bestimmten Umständen langfristig sein.
  • Die kommunikativen Botschaften müssen sauber hergeleitet sein und letztlich passen – zum Unternehmen, zur Marke, den produzierten Waren oder den gebotenen Leistungen.
  • Das Verhältnis zur Zielgruppe muss stimmen. Wer nicht weiss, wer eigentlich die Nutzer, vielmehr Kunden sind, was sie wollen und welche Kanäle sie bevorzugen und wie die Nutzungssituationen sind.
  • Die Kommunikationsmaßnahmen sollten zum geeigneten Zeitpunkt umgesetzt werde. Aussagen, Informationen und Vorgehensweisen einfach einzustreuen, damit immer etwas passiert, sind verschwendete Energie. Das richtige Händchen für die Platzierung ist entscheidend, gepaart mit dem Quentchen Glück. Sich darauf zu verlassen, wäre fatal, doch dann und wann sind es eben die richtigen Methoden zur richtigen Zeit, die gelingen.
  • Das Kommunikationsverhalten muss stimmig sein. Wenn die Geschäftsleitung oder der Vorstand in Pressekonferenzen immer noch von oben herab auf Verkündung von Jahreszahlen setzt, doch im Plenum der Veranstalter nur noch Journalisten sitzen, die auf die Eröffnung des Buffets warten, braucht es irgendwann nur die laute Management-Überlegung, wer sich das in der Pressestelle ausgedacht hat.
  • Der “Nasen-Faktor” sollte nicht unterschätzt werden. Wenn die Situation entweder zwischen Kommunikationsverantwortlichen und Multiplikatoren oder Informationsquellen im Unternehmen nicht stimmt, eine Agentur als externer Partner von Schlüsselpersonen wenig geschätzt wird oder im Binnenverhältnis eines PR-Teams notorisch eine Schieflage herrscht, leidet die gesamte Situation darunter und die Kommunikationsergebnisse bleiben meistens entsprechend mittelmäßig.

 

{ 0 comments }

Wöchentliche Twitter-Zusammenfassung

by iblicker on 2. April 2012

  • 27.03 12:26 Google plant offenbar den Start einer Plattform für Kommentare, um Facebook Konkurrenz zu machen t.co/TuihbUp4 TNW via @iblicker #
  • 27.03 21:48 @fwlandtag @mdl_felbinger @stefankaiser Danke für die Resonanz zum Social Media Seminar! Weitere Fragen? Kampagnen-Ideen? landtag fw #
  • 28.03 16:26 Neues von den Placebo Kickers: Charity für Kinder ?Kicken mit Herz?, 3. Juni 2012 in Hamburg t.co/St4GTODE csr @kickenmitherz #
  • 28.03 18:20 Buchhandlung und Social Media: Zeitverschwendung oder Rettung in der Not? t.co/jjSB55Z7 #
  • 29.03 17:26 Die digitale Zukunft, jetzt: The Next Web Conference 2012 im April in Amsterdam t.co/ZiD30JMO tnw12 #
  • 31.03 11:18 Eine Facebook-Chronik, die den Namen verdient: Spotify spielt nicht nur die Musik, sondern nutzt die Timeline richtig t.co/VVXRVFT4 #
  • 31.03 15:36 Facebook plant, den Suchmaschinen-Markt von hinten aufzurollen, und entwickelt eine eigene Search Engine t.co/LtqbnKTK seo #
  • 31.03 15:13 Google Drive kommt: Die Cloud für alle hält offenbar mindestens 5GB Speicher pro Nutzer bereit ? [Screenshot] t.co/g5nH4lvr #
  • 02.04 08:30 @itweetlive yep. #

Automatically published by PubPipe

{ 0 comments }