Reputation für Marken im Social Web (Teil 1)

by Ingo Becker on 29. Juli 2010

MarkenkommunikationEines vorweg: Social Media ist inzwischen ein wenig wie Boot fahren auf der Außenalster in Hamburg. Oder Surfen auf dem Eisbach in München. Jeder könnte, jeder darf. Immer mehr Marken lassen nun 2.0-Boote zu Wasser, teils mit Freizeit-launigen Kapitänen im Schlauchboot für eine kurze Überfahrt, teils ausgestattet mit Mannschaften und starken Motoren für kommunikativ hohe Wellen.

Welche Teamstärke und Ausrüstung für welche Marken richtig und ausreichend ist, muss individuell identifiziert und entschieden werden. Wesentlich ist es, sicherzustellen, konsistent eine Plattform für die eigenen Informationen, Themen und Dialoge einzusetzen, besonders als Ausgangspunkt zur Veröffentlichung von eigenem Content.

Wer in persona im Unternehmen die Stimme für die Marke nach außen – ins Social Web – ist, bleibt eher eine nachgeordnete Entscheidung, wenngleich hierbei einige Kriterien hilfreich sind.

Ein Social-Media-Officer – Kommunikation durch alle Mitarbeiter

Wenn ans Bloggen, Facebooken, Twittern geht, gilt es zu entscheiden, wer der sichtbar als Absender an der Spitze der Social Media-Aktivitäten auftritt. Begehen Sie nicht den Fehler, diese Aufgabe einfach an einen Praktikanten oder Junior im Team (also jemanden, der bereits davon eingenommen ist,  professionelle Kommunikation an sich zu erlernen) durchzureichen.

Es ist erstaunlich, zu beobachten, wie viele Unternehmen annehmen, dass die nachrückende Generation von Berufsanfängern (jedenfalls ein Teil der insgesamt jüngeren Generation) aus Social Media-Experten besteht. Mitnichten ist sie das, nur, weil sie eine Welt ohne Mac und PC nicht kennt. Im Gegenteil: Die ganz jungen, kommunikativ Affinen stehen viel mehr auf mobile Geräte, inhaltlich auf MMS und Videos, bevorzugen bei Social Web-Plattformen allenfalls SchülerVZ/StudiVZ und etwas Facebook – mehr aber (noch) nicht.

Der Social Media-Raum wird dominiert von der demografischen Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen, so eine neuere Pindom-Studie, die Daten aus zahlreichen Social Media-Netzwerken zusammenfasst. Auf den Punkt gebracht: Eine Facebook-Seite oder einen Twitter-Account zu haben, bedeutet nicht, zu wissen, wie diese im Marketing passend eingesetzt werden. Vergleichbar wäre es, zu glauben, dass es ausreicht, eine Tageszeitung abonnieren, um als Kenner der Medienszene begriffen zu werden.

Am ehesten passen für die Social Media-Aufgabe solche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Enthusiasmus, Interesse und Antrieb bei der Sache sind. Insofern kann natürlich gut ein frischeres Team-Mitglied in Frage kommen. Berücksichtigen Sie für die Position, dass ein erheblicher Zeitbedarf und bestimmte Vorkenntnisse erforderlich sein werden. Am besten finden Sie jemand, der danach lechzt, möglichst häufig online zu sein. Noch besser: jemand, der eine Vorstellung davon hat, wie die Web-Welt künftig aussehen wird oder auszusehen hat. Ergo wollen Sie eigentlich einen Social Media-Nerd (im positiven Sinn). – Ach ja: Glauben Sie nicht, dass 2 Blogposts pro Woche eine umfassende Social Media-Konzeption bedeuten.

Geben Sie eingesetzten Mitarbeitern möglichst oft die Gelegenheit, sich einzubringen. Lassen Sie sie relevante Veranstaltungen besuchen. Unterstützen Sie sie dabei, sich in regionalen, branchennahen und/oder kommunikativen Interessenfeldern zu engagieren. Schließlich sollte der andauernde Lernprozess einer der wichtigsten Verantwortungsbereiche im Job sein. (Es ist beinahe überflüssig, dies hier so zu betonen, oder?).

Ab dem Zeitpunkt, an dem feststeht, wer die Aufgabe übernimmt, gilt es vielmehr die Augen darauf zur richten, was die Aussage sein soll: Welche Inhalte möchten Sie vermitteln, welche Geschichte, welche Emotionen – was macht Ihre Marke aus?

Diese Reihe über die Kommunikation für Marken in Social Media wird mit einem weiteren Posting fortgesetzt.

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Danke für die Aufmerksamkeit – Twitter

by Ingo Becker on 13. Juli 2010

Nach der Beleuchtung von Facebook im ersten Teil dieser kleinen Posting-Reihe über große Social Media Kommunikationsangebote richten wir den Blick auf

Twitter

Twitter hat nicht ansatzweise die Anzahl an aktiven Nutzern, die bei Facebook täglich aktiv sind und posten, doch es hat explosionsartig an Zulauf gewonnen und genießt vielschichtige Aufmerksamkeit.
Könnte diese Kommunikationsform des Microblogging das Richtige für Sie und Ihr Unternehmen oder Ihre Marke sein?

Pluspunkte

- Alle Wege führen zum Blog: Wenn Sie ihre eigenen Inhalte erzeugen, ist Twitter der perfekte Ort diesen zu vermarkten. Wenn Sie Schlüsselbegriffe und den sogenannte Hashtags (zu erkennen am vorangestellten Doppelkreuz #) verwenden – letztere sind Suchworte, die bequem wieder auffindbar sind – können ihre Themen, einmal veröffentlicht, von einer Menge interessierter Menschen entdeckt werden. Twitter ist ein gutes Instrument, um die Leserschaft ihres Blogs beschleunigt wachsen zu lassen.

- Wer hat’s erfunden? – Twitter erlaubt es den Nutzern, sich gegenseitig zu “retweeten”, was nichts anderes ist als eine Wiederholung eines Tweets mitsamt einem Verweis auf den ursprünglichen Tweetenden. Durch die Nutzung dieser Funktion eröffnet sich die Möglichkeit, den eigenen Lesern, Followern, einen Mehrwert zu geben, nämlich die neue Information, gleichzeitig aber auch den Urheber durch Nennung im Tweet aufzuwerten, frei nach dem Motto: “Sehr her: von ihm/ihr habe ich diese relevant erscheinende Info”.

- Über mich - Die Twitter-Suche hilft Nutzern nicht nur dabei, Informationen zu finden, die für sie wertvoll sind; es eröffnet ihnen auch die Möglichkeit, all jene zu entdecken, welche gemeinsame Interesse teilen. Wenn Sie in ihrer Bio, einer Art Mini-Lebenslauf, beim Twittern selbst bestimmte Schlüsselbegriffe einsetzen, können Menschen Sie einfach finden und sich mit Ihnen vernetzen.

- Der richtige Adressat: Die @reply /Antwort-Funktion sorgt für Interaktion. Twitter sammelt alle @Replies bequem abrufbar an einer Stelle, sodass man stets im Blick behält, wer versucht, die eigene Aufmerksamkeit zu gewinnen.

- Eine Art Gelbe Seiten: Im Zuge der wachsenden Beliebtheit von Twitter sind etliche Drittanbieter von Twitter-basierten Empfänger-Angeboten nach oben gespült worden, darunter WeFollow und Tweetranking. Zusammen mit der Twitter-eigenen Suche Twitter Search (Motto: See what’s happening — right now.) können solche Verzeichnisse tatsächlich dabei helfen, Nutzer mit gemeinsamen Interessen zu finden und eine Wolke von Interessierten rund um die eigenen Themen herum aufzubauen.

- Twitter ist so schön, wie es gestaltet wird. Das hinterlegte Profil lässt sich ganz nach eigenen Wünschen einrichten. Man kann einfach das Design des Hintergrunds auswählen wie man es möchte. Zwar gibt es bei Twitter eine ganze Reihe an Auswahlmöglichkeiten, die bereits vorbereitet sind, doch daneben finden sich es eigens Webseiten, die darin unterstützen, ein eigenes Design zu gestalten oder aus Hunderten von verschiedenen Motiven zu wählen.

Minuspunkte

- Twitter lässt es kurz und freundlich aussehen. Dies könnte ein Pluspunkt sein, abhängig davon, wie man bestimmte Aspekte betrachtet, doch dies kann auch hier eingeordnet werden: Es gilt tatsächlich, kurz darüber nachdenken, was wie mitgeteilt werden soll. Die – wenigen – 140 Zeichen sind äußerst wertvoll, und darüber nachzudenken, wie man Tweets formuliert, um dabei  den Wert zu maximieren, kann wirklich wichtig sein. Twitter ist daher gewiss nicht die passende Ort, um simpel große Mengen an Informationen auf einen Schlag unüberlegt zu verbreiten.

- So gut wie selbstgemacht: Um die interessierten Follower passabel wachsen zu lassen, ist es das Beste, eigene Inhalte zu gestalten. Das bedeutet, den Tweets beim Verfassen Sorgfalt, Intuitivität und, ja Emotionen wie Liebe, zu widmen. Das kann auch bedeuten, einen Blog zu starten, wenn man noch keinen hat. Über seine Interessen zu bloggen und den Link darüber per Twitter zu verbreiten, ist ein guter Weg, die eigene Leserschaft substanziell aufzubauen. Umgekehrt ist es ungleich schwieriger, sich ohne Blog vom Rest der Twitternden tatsächlich qualitativ abzusetzen.

- Wo sind wir? Die Unterhaltung kann sich über alle Plattformen erstrecken. Es gibt einige großartige Dialoge, die auf Twitter unter Verwendung eines Hashtags stattgefunden haben, doch diese sind in der Regel angekündigt und auch vorbereitet mit einer festgelegten Startzeit. Für eine spontane Konversation zwischen sich selbst und Anderen ist die Wahrscheinlichkeit verhältnismäßig gering, jedenfalls ohne den Einsatz eines Hashtag, der sich möglicherweise erst im Laufe einiger Tweets herauskristallisiert. Jedenfalls sollte ein knackiger Hashtag im Laufe der Konversation gemeinsam gefunden werden. Dadurch kann eine qualitative Unterhaltung auf Twitter allerdings auch ein kleines bisschen zu einer Herausforderung geraten.

- Ganz persönlich: Auf Twitter gibt es eine Menge automatischer Abläufe, welche, falls nicht richtig eingestellt oder eingesetzt, für Duplizierung und Verwirrung bis hin für Ablehnung sorgen können. Einige Spezialisten werden jetzt sagen, dass diese Automatisierung von Tweets und Follower-Liste einfach das erfolgreichste Vorgehen schlechthin sei. Dem eigentlichen Geist von Social Media widerspricht dies jedoch. Natürlich könnten viele derjenigen, denen Sie folgen oder sogar solche, die Ihnen folgen, ein automatisches System verwenden, um zu twittern. Doch wenn dies der Fall ist, können Sie eigentlich gleich mit einer Wand reden – entsprechender Erfolg inklusive.

- Social bedeutet nicht immer offen. Twitter wird weiterentwickelt, doch es auch zeitweise nicht verfügbar sein. Sobald heiße Nachrichten von einer Menge Twitternden verbreitet werden, kann die ganze Seite durch die Überlastung zusammenbrechen, zu erkennen an dem sogenannten Fail Whale, einer Grafik, die einen Wal im Netz zeigt, getragen von zwitschernden Twitter-Vögeln. Daneben gab es zuletzt eine Menge unerwünschte Werbung und auch Phishing-ähnliche Attacken. Eine Menge dieser problematischen Situationen hat bereits dazu geführt dass die jeweiligen Social-Media-Angebote in Misskredit gerieten. Sofern Twitter tatsächlich nicht in der Lage sein sollte, dies abzustellen, könnte es ebenfalls dahin tendieren.

Strategie, Inhalte und Vorgehensweise wichtiger als Kanäle

Die Entscheidung, Facebook oder Twitter oder zugleich beide Kanäle zu nutzen, hängt weitgehend davon ab, was Sie erreichen möchten. Wenn Sie beabsichtigen, gezielte Konversationen aufzunehmen und darin zu investieren, ist eine Facebook-Seite wahrscheinlich der bessere Weg. Wenn Sie regelmäßig eigene Inhalte erstellen und diese verbreiten möchten, wird hingegen Twitter der passende Kanal sein. Wenn beide Szenarien grundsätzlich vorstellbar sind, wenn Sie ein Engagement in Social Media planen, stellen Facebook und Twitter zusammen eine sinnvolle Kombination dar.

Der eigentliche Schlüssel liegt darin, festzulegen — tatsächlich sogar, bevor Sie darüber nachdenken, einen Account bei Facebook oder Twitter einzurichten — was Sie mit ihrem Social Engagement überhaupt erreichen möchten.

Starten Sie mit einem konkreten Plan und einer Strategie, welche mit ihren gesamten Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen verzahnt ist. Dadurch werden Sie in der Lage sein, den am besten geeigneten Weg zu wählen, die Aufmerksamkeit im Social Web auf Ihre Marke, Ihre Produkte, Ihr Unternehmen zu richten und langfristig positive Reputation aufzubauen.


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Danke für die Aufmerksamkeit – Facebook

by Ingo Becker on 8. Juli 2010

Einen passenden und starken Auftritt für die eigene Marke im Social Web zu schaffen, ist einer der wichtigsten Beweggründe für Unternehmen, in Social Media aktiv zu werden. Um fokussiert und inhaltlich passend einzusteigen, gibt es unzählige Instrumente und Plattformen. Momentan scheint jedoch nichts populärer als Facebook und Twitter zu sein. Obwohl beide rasante Zahlen an täglichen Nutzer aufweisen, gibt es einige bedeutsame Unterschiede bei der Nutzung. Diese zu kennen, um höchstmögliche Aufmerksamkeit zu gewinnen, ist ein erster wichtiger Schritt Richtung wertschöpfendem Einsatz.
Den Auftakt zu dieser kleinen Reihe bildet

Facebook

Mit mehr als 400 Millionen Nutzern scheint Facebook offenbar der richtige Einstiegspunkt zu sein, um überhaupt eine erste Präsenz zu zeigen und Einfluss aufzubauen. Aber ist die Plattform wirklich das Richtige für Ihre Marke?

Chancen

  • Gemeinsame Sache: Facebook-Seiten ermöglichen es, den eigenen Kunden sich an einer Stelle über die gemeinsamen Interessen für das Produkt oder die Dienstleistung auszutauschen bzw. Interessantes darüber mitzuteilen.
  • Es ist angerichtet: Facebook erlaubt es, Dialoge und Engagement in einem passenden Umfeld stattfinden zu lassen. Dieser Austausch kann im Kommentar-Bereich Ihrer Statusaktualisierungen oder im Bereich Aktualisierungen für Foto, Link und Video ablaufen.
  • Weitersagen voreingestellt: Wenn einem Teilnehmer eine Seite gefällt, fließt die Information darüber in die Live-Feeds der Kontakte dieses Nutzers ein. Es entsteht also eine reelle Chance, dass dessen Kontakte sich anschauen, was für eine Seite der Freund so gut fand, um ihr beizutreten. Dies eröffnet weitere vernetzende Gelegenheiten, wobei Facebook regelrecht viral für eine Marke wirkt.
  • Passiert, notiert: Facebook-Seiten liefern wertvolle Einblicke in die Nutzung, was ermöglicht, Statusaktualisierungen oder gepostete Links gezielt inhaltlich einzusetzen.
  • Ein Selbstläufer: Der Erfolg einer Seite hängt nicht notwendigerweise davon ab, ob eigene Inhalte erstellt und verbreitet werden. Eine Facebook-Seite kann sich – unter positiven Umständen – selbst erhalten und dadurch wachsen, dass die Teilnehmer eigene Informationen auf die Seite stellen, Quellen verlinken und erörtern, welche sie beachtenswert finden.

Risiken

  • Wohldosiert statt Holzhammer. Auch Fans einer Seite bei Facebook könnten genervt sein. In der Regel haben sie nicht die Geduld, mehrere Aktualisierungen am Tag zu ertragen. Der Grund dafür ist, dass, anders als bei Twitter, ein Statusmeldung möglicherweise für ein paar Stunden in der Neuigkeiten-Ansicht des Nutzers verbleibt (natürlich ganz abhängig davon, wie viele Kontakte-Updates einfließen hat und wieviele Seiten mitverfolgt werden). Wenn ein Nutzer sich seinen Neuigkeiten-Seite ansieht und er darin fünf oder sechs Aktualisierungen allein von Ihrer Seite hat, könnten Sie ihn am Ende sogar als Mitleser verlieren. Es gibt also einen schmalen Grat bei Facebook zwischen dem Informieren von Mitgliedern gegenüber einem unerwünschten Überfluten mit Nachrichten.
  • Schwer zu teilen. Facebook hat keine Wiederholungsfunktion, ähnlich dem Retweeting bei Twitter. Daher können Mitleser, wenn ihnen etwas gefällt, was zuvor gepostet wurde, eben nicht direkt mit ihren Kontakten teilen. In der Regel scheitert es daran, dass es zu aufwändig erscheint, die Inhalte gesondert unter eigenen Kontakte verbreiten.
  • Kleine Aktion, große Wirkung: Die Situation, dass Facebook-Teilnehmer eine Seite eigenen Kontakten vorschlagen, kann schon mehr sein, als irgendein Facebook-Nutzer je zu tun gedenkt. Die Vorschlagen-Funktion ermöglicht es Nutzern, durch die eigene Kontakte-Liste zu gehen und alle zu markieren, denen eine Seite vorgeschlagen werden soll. Angesicht digitaler Gepflogenheiten geht es ein wenig zu weit, die eigenen Freunde darum zu bitten, dies zu machen. Und letztlich wirkt es auch irgendwie ein wenig so, eine Menge unerwünschter Werbung zu verbreiten…
  • Transparenz oder Zensur? Was ein Fan auf die Seite einer Marke schreibt, bleibt dort dauerhaft erhalten. Dies bedeutet vielleicht eine schreckliche Vorstellung in manch vorstellbarer Situation rund um eine Marke, aber es ist das Beste, die Privatsphäre-Einstellungen so zu lassen wie sie sind – soll heißen: recht offen. Nach wie vor ist es wichtig zu verstehen, dass alles, was ein anderer Nutzer auf  die eigene Pinnwand schreibt, ganz gleich, ob positiv oder negativ, dort für alle sichtbar ist. Eine Kontrolle von Nachrichten ist bei Facebook fast nicht zu realisieren. Bei allem, was aktiv redigiert und moderiert wird, sollte die Löschen-Funktion nicht zum Einsatz kommen. Es ist einfach eine Frage des Selbstverständnisses – sofern der Eintrag nicht unter die Rubrik “Melden” fällt, allenfalls im Zusammenhang mit Unangemessenheit, Gewaltandrohung oder allzu plumper Werbung.

Diese Reihe über große Social-Media-Kommunikationsangebote wird mit Fokus auf Twitter fortgesetzt.

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Social Web CollaborationSpätestens in der zweiten Jahreshälfte, wenn entweder große Branchen-Termine ums Neue ins Blickfeld rücken oder das alljährliche Vor-Weihnachtsgeschäft bevorsteht, forciert eifriges Treiben in den Marketing-Bereichen kleiner und großer mittelständischer Unternehmen.

Die wesentlichen Aktivitäten für Produktwerbung und Vertriebsunterstützung laufen mittlerweile ganzjährig angesichts zusammenwachsender Märkte im Zuge von Globalisierung. Doch gerade das zeitliche und strukturelle Zusammenrücken von Multiplikatoren und Zielgruppen in der digitalen Welt macht den Kommunikationsverantwortlichen schwer zu schaffen.

Ankündigung, Austausch, Hilfestellung – diese und weitere Anlässe begründen immer häufiger den grundlegenden Bedarf von verzahnter, für alle Partner und Kunden konsequent nutzbare Informationen in zentralen Anlaufstellen, bestenfalls bequem gelöst durch Social Media Tools. Dies können neutrale Plattformen im Social Web sein, Communities mit gemeinsamen fachlichen Schwerpunkten oder auch gezielte Angebote von Unternehmen für eine vielseitige Kommunikation, die für Mitarbeiter (sic!), Interessierte, Kunden und Assoziierte des Unternehmens geöffnet werden.

Es sind schon weitaus mehr mittelständische Unternehmen im Social Web unterwegs als gemeinhin vermutet: Nach neueren Zahlen einer Studie von defacto.x, der Selbst-GmbH und der Deutschen Telekom liegen als Kommunikationskanäle Facebook (74 Prozent) und Xing (49 Prozent) vorn. Klare Vorgaben, wie Social Media Guidelines, wie sie im und für das Unternehmen eingesetzt werden sollten, gibt es hingegen noch nicht überall (19 Prozent).

Dank unterschiedlicher Erfahrungen, die in der Zielsetzung ähnlich sind, haben wir Aspekte zusammenstellt, die beachtenswert sind, wenn es um wesentliche Überlegungen geht, Marketing-Kommunikation von Grund auf zu verändern und erfolgreich im Social Web zu verankern.

  • Alles oder nichts – überlegen: Gehen Sie mit ganzheitlichem Anspruch heran, wenn es um eine Umgestaltung des Marketing geht: In den Vorüberlegungen sollten keine Teilbereiche von vornherein ausgeklammert werden, weil sie analog funktionieren. Womöglich haben sich, im Detail verborgen, bereits innovative Elemente bewährt, die sich integriert ins Ganze zum Treiber umfunktionieren lassen.
  • Strategie bedeutet Erfolgsausrichtung, nicht graue Theorie: Eine sinnvolle und gewollte Kommunikation 2.0 bedarf einer klug geplanten Abfolge und Vorgehensweise. Es gilt zu berücksichtigen, dass alle veröffentlichten Informationen und eingesetzten Mittel im Social Web langfristig offen verfügbar sein werde. Im ersten Schritt kann also schon eine Überlegung getroffen werden, wie künftig in der Abfolge von Elementen vorgegangen wird. Dies lässt genug Spielraum für alle gesteuerten, unvorhersehbaren Inhalte. Solange es sich nicht ernsthafte, bekannte Problemfelder oder spontane auftretende Issues handelt, kann eine Kommunikation breite Pfade für den richtigen Weg nutzen. Themen können vielfältig und multimedial aufgelöst werden, um eine angestrebte Positionierung zu erreichen.
  • Social agieren Persönlichkeiten – nicht Hierarchien: Berücksichtigen Sie das Spezialwissen, welches im Unternehmen vorhanden ist. Dabei spielen Verantwortungsebene und Fachabgrenzungen eine untergeordnete Rolle. Gibt es bloggende Spezialisten in der einen oder anderen Fachabteilung? Haben Sie einen Mitarbeiter, der sich aktiv in Communities austauscht und so Tricks und Kniffe im Social Web-Umfeld kennt? Wer hat sich schon mal auf einem Social Event umgehört?
  • Eigene Inhalte sorgen für gute Positionierung: Natürlich kann jeder den ganzen Tag über fremdproduzierte Inhalte durchleiten: “Bin im #Zug und lese einen spannenden #[Medium] #Artikel [:Kurzlink]“. Fertig.
    Doch ist dies wirklich interessant, neudeutsch: spannend?
    All jene, die eigene Inhalte formulieren, ragen zweifellos aus der Teilnehmerschaft heraus. Sie sollten daher ernsthaft überlegen, sich selbst als inhaltlich Denkender und Mitwirkender zu betrachten. Stellen Sie inhalte bereit – Inhalte, die den immerwährenden Verlangen nach neuem Wissen, besonderen Einblicken, anderer Perspektive und vor allem auch mal einem Augenzwinkern.
  • Hören Sie doch einfach ‘mal zu: Pssst – nur einen Moment innehalten, bitte. Vernehmen Sie dieses Rauschen, welches Ihre Community gerade erzeugt? (Nicht irgendwelche Vuvuzelas.) Zusammengenommen klingt das vielleicht wie ein ständiges Summen und Brummen. Doch genauer hingehört, können Sie einzelne Tonalitäten und Stimmen herausfiltern, ebenso wie gemeinsame Meinungsbilder und Themen. Hören Sie das?
  • Ihre Erwartungen sind vielleicht nicht ganz realistisch: Moment mal: Haben Sie Ihr Werbebudget heruntergefahren oder Teile schon in eine andere Richtung umgeleitet und erwarten nun, dass Facebook und Twitter die gesamte Kommunikation wieder flottmachen? Das erscheint nicht als ein weitsichtiger Ansatz. Erstens: Social Media liegt immer noch ein gutes Stück hinter E-Mail-Marketing und anderen Kanälen in Sachen Nutzung und Einfluss zurück. Zweitens: Sie bekommen soviel zurück, wie Sie dafür bereit sind zu zahlen. Ein Projektbudget – oder monatlicher Retainer im 3-stelligen Bereich – für einen selbsternannten oder womöglich noch blauäugigen Social Media-Berater wird nicht für einen Umsatz sorgen können, welchen Sie für gesundes Wachstum anpeilen. Auch nicht mit Glück.
  • Helfen Sie anderen kurz, deren Ziele zu erreichen: Wann haben zum letzten Mal einem Ihrer (Facebook-) Freunde oder (Twitter-) Follower geholfen, irgendein Anliegen zu erfüllen? Auch und besonders, wenn es nichts damit zu tun hat, was Sie tun – oder zum Geschäftsziel haben – ist die Unterstützung von Followern bei Fragen oder Initiativen ein sichtbar gutes Zeichen. Ach ja: Tun Sie das, ohne gleich eine Gegenleistung zu erwarten. Es klingt vielleicht etwas seltsam, doch so funktionieren Zufall und Glück. Dies muss nicht ständig passieren, doch halten Sie Ihre Augen im Social Web offen.
  • Bei Social Media dreht sich eben nicht alles um Twitter (…oder irgendeinen Hype-Kanal): Bitte einmal laut wiederholen: Twittern allein ist noch kein Social Media Konzept! Oder gar strategisches Vorgehen. Die große Mehrheit Ihrer Kunden nutzt Twitter möglicherweise überhaupt – noch – nicht. Lassen Sie sich nicht von irgendwelchen durch Innovationen überhitzen State-of-the-Art-Fans, unreflektierten Geeks oder schematisch agierenden Kommunikationsleuten treiben: Es dreht sich eben nicht alles um Twitter und Facebook, iPhone vs. Android Smartphone, Apple oder Google. - Sind solche Marken, Produkte und Angebote nützlich? Sicher. Bei passendem Einsatz: durchaus. Kann deren Nutzung dazu beitragen, neue Kontakte zu knüpfen, Markenwahrnehmung zu etablieren, Aufmerksamkeit aufzubauen und Kundenzufriedenheit zu steigern? Auch das. Lassen Sie dabei andere, bessere Gelegenheiten aus, sich mit Kunden und weiteren Zielgruppen zu vernetzen? Hmm, vermutlich.
  • Bleiben Sie konsequent social: Achten Sie darauf, nicht ständig zu verkaufen zu wollen. Und zu werben. Solange Sie nicht einer der großen Fluglinien sind, die ständig und ausschließlich irgendwelche Rabatte auf Flüge geben und Aktionen ankurbeln, interessiert Werbung ohnehin niemand. Im Prinzip möchte auf den Kanälen doch niemand nur lesen: “Jetzt zugreifen: …” oder “Knallhart reduziert:…”. Bereichern Sie Ihr Umfeld, Ihre Interessenten mit Beiträgen und Facetten, die nicht darum betteln, auf Ihre Angebote zu schauen. Früher oder später wird man ja doch darauf blicken.
  • Messen Sie – und messen Sie gleich richtig: Wenn Sie eine unerreichbare Erwartungshaltung aufbauen, hängt dies oft damit zusammen, nicht genau zu wissen, was überhaupt erfasst und gemessen werden kann und sollte. Und: welchen Nutzen es für die Kommunikation und für Ihre Produkte hat, solches Wissen zu deuten und in passende Themen sowie Maßnahmen zu überführen. Nur soviel: Auszählen ist die eine Sache (die Clippingzahl nirgendwo gültige Währung, also weisen Sie ihre Geschäftsleitung nicht immer noch darauf hin); interessanter wird es bei der richtigen Deutung von Aktivitäten in der Community, der eigenen Wahrnehmbarkeit und der des Wettbewerbs.

Wieviel Sie von den genannten Aspekten umfänglich umsetzen können, ist nicht wichtig. Behalten Sie vielmehr im Blick, eine bestimmte Linie zu verfolgen – offen, dialogbereit und inhaltlich sauber, sprich ehrlich zu agieren. Dies ist nicht immer einfach, besonders unter steigendem Zeit- und Kostendruck und in starkem Wettbewerbsumfeld.

Die Zukunftsperspektive lässt sich einfach zusammenfassen: Setzen Sie eine entsprechende Strategie um, ansonsten werden Wettbewerber Ihren Part und thematischen Share of Voice im vielstimmigen (Marketing-)Chor der Branche einnehmen. Und mit kreativen Ideen, guter Planung und thematisch interessanter Umsetzung lassen sich oft überraschende, positive Ergebnisse erzielen.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

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Auf dem Addison-Wesley-Blog finden Sie ein lesenswertes Interview über unsere Tätigkeit. Hier ein kleiner Ausschnitt mit Tipps zu Social Media für die Unternehmskommunikation:

1. Sie sind im Social Web noch nicht präsent? Schade, denn ihre Kunden sind auf jeden Fall dort. Das gilt auch im B2B-Bereich, denn auch Ihre Geschäftspartner führen ein Leben im Social Web als Privat-Personen.

2. Unternehmens-Engagement im Social Web ist zum Scheitern verurteilt, wenn die Mitarbeiter nicht selbst dort aktiv sind und ein Gespür dafür entwickelt haben, was geht und was nicht geht.

3. Für viele Unternehmen ist der schwierigste Part des Social Web: Die Mitarbeiter und Kunden werden zu Fürsprechern (oder eben nicht). Das erfordert ein radikales Umdenken in der Art der Kommunikation und im Vertrauen den eigenen Mitarbeitern gegenüber.

4. Machen Sie nicht den Fehler, Social Media nur als neuartiges Medium zu verstehen. Es ist viel mehr der Ausdruck eines neuen Konsumenten-Bewusstseins! (Märkte sind Konversationen – Cluetrain-Manifesto)

5. Ein bisschen Social Media geht nicht. Entweder man nutzt das Medium oder lässt es gleich bleiben. Nichts ist imageschädigender als ein Twitter-Acount mit ein paar einsamen Followern, eine Facebook-Seite ohne Botschaften oder ein Blog mit Monate zurückliegenden Postings.

6. Klingt jetzt eigennützig, aber ich meine es ehrlich und aufrichtig: Holen Sie sich zumindest für die ersten strategischen Überlegungen einen Sparring-Partner von außen, der sowohl eine tiefgreifende Ahnung von PR/Kommunikation hat, als auch aktives Mitglied der Social-Media-Crowd ist.

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Wie eine Community richtig aufgebaut wird

by Ingo Becker on 5. Mai 2010

  • Etablieren Sie eine Community dort, wo die angepeilte Zielgruppe ist. Einfach geräuschlos zu beginnen und zu erwarten, dass sich jemand anmeldet, mag als der einfachere Weg erscheinen. Bei geringer Nutzerzahl und angesichts Aktivitätsbereitschaft von Teilnehmern, die sich in der Regel über mehrere Plattformen verteilt, beginnen jedoch rasch Monologe. Schlimmstenfalls stammen diese von Mitarbeitern im eigenen Team bzw. sogar den Moderatoren.
  • Entwickeln Sie eine Strategie, unter welchen Kriterien Inhalte ausgewählt und wie diese gepostet werden sollen, zum einen für jede Community bzw. jeden genutzten Kommunikationskanal gesondert, zum anderen in der integrierten Gesamtsicht für ein erfolgreiches Zusammenspiel.
  • Das Betreiben einer Community ist ein Angelegenheit des Selbstverständnisses – es bedarf genügend Zeit und Ressourcen, um sie ernsthaft zu betreuen. Begreifen und verkaufen Sie es im Unternehmen als Projekt, dass nur so lange dauern soll, wie die eigene Position dadurch nach innen gestärkt wird, ist der Aufbau fast schon zum Scheitern verurteilt. Kurz: Mit anderen Kommunikationsmaßnahmen lässt sich ein Budget sicher noch schneller in den Sand setzen.
  • Halten Sie eindeutige Ziele für jede Community fest und – wichtig – messen Sie diese. Es hilft wenig, wenn Sie angepeilte Mitmach-Effekte, da ausgeblieben sind, zurechtbiegen oder unter den Tisch fallen lassen: andernfalls droht eine Entkopplung von Strategie. Passen Sie diese lieber rechtzeitig mit taktisch klug eingesetzen Maßnahmen an (siehe auch Punkt 5).
  • Haben Sie Geduld! Ihre Community wird eine Anfangsphase der Etablierung durchlaufen. Vergessen Sie nicht, schrittweise auch die passenden, vorab sauber geplanten Ausbaustufen zu starten, mitsamt einer weiteren Entwicklung der zugehörigen Strategie.
  • Deutliche Regeln für Sicherheit und Verhalten sind wichtig. Das bedeute besonders die Wahrung der Privatsphäre, eine Spam-Überwachung, auch durch die Mitglieder selbst bzw. deren Hinweise sowie eine massive Sanktion von Verstößen beispielsweise bei anstößigem Inhalt.
  • Agieren Sie reflektiert, nicht esoterisch oder politisch: Analysieren Sie regelmäßig eigene Social Networking Aktivitäten für Ihre Community. Dies stellt sicher, dass eine angenehme Atmosphäre entsteht – ein Erfolg, der sich unmittelbar auf die langfristige Betrachtung der Community auswirken kann. Dazu gehören eine sympathische Ausgewogenheit zwischen Fragen und Antworten an und von den Nutzern, neue oder vertiefende Beiträge zu relevanten Themen sowie, wo passend, eine eher aktive oder zurückhaltend passive Begleitung durch den Moderator.
  • Beobachten Sie das Social Web. Neue Angebote an Kanälen oder Programme/Apps zu sozialen Interaktionen, besonders zur Nutzung mit mobilen Geräte, wirksame Instrumente, deren Einsatz sich lohnen könnte – stellen Sie sicher, dass die Vielversprechenden unter ihnen zumindest einmal ausprobiert werden, und sei es in einem kleinen Test, um die Funktionalität zu begreifen und sinnvoll einzusetzen. Und wenn es wirkt: nutzen Sie es intensiv!
  • Belohnungen und Aufwertungen von besonders aktiven Teilnehmern – identifizieren Sie Wege, sich dauerhaft und positiv zu beteiligen. Ziel sind Anzahl und Qualität der Beiträge und ein regelmäßiges Engagement.
  • Schaffen Sie Möglichkeiten, Partnerschaften aufzubauen und Kooperationen zu etablieren – eine Zusammenarbeit mit bestehenden, offenen Communities und Modelle mit einem Programm zur Zusammenarbeit wie Affiliation werden sicher funktionieren.
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    Appetit auf frische Kommunikation 2.0

    by Ingo Becker on 19. März 2010


    Ein kurzer Blick in die Kommunikationsküchen genügt: Im Nebel dampfender Web 2.0-Kochtöpfe wird eifrig geschnippelt und gerührt. Am Social Web Wok, dem Anlaufpunkt kommunikativer Culinaria, tummeln sich zahlreiche – warum eigentlich nicht – selbsternannte Experten. Dazwischen drängeln sich lautstark eine Reihe Platzhirsche – Agentur-Mitarbeiter aus Public Relations, Direkt- und Viralmarketing und Werbung, die mitunter irritiert darauf reagieren, dass die frischen Macher eifrig mitmischen. Weiter versalzen oder anständig pfeffern? Immerhin ist das Verlangen nach ewig vor sich brutzelnder Info-Hausmannskost, wie sie den Stammgästen seit jeher kredenzt wird, gering und sinkt weiter. Die Ursachen dafür? Ein Blick ins Restaurant zeigt: Nicht erst seit gestern sitzt eine ganz neue, hungrige Klientel an der großen Tafel des Informationsaustausch. Dennoch erstaunt, dass für manche Spitzenköche, die mit Tunnelblick trotz Erfahrungen weiter schmoren und dämpfen – die Situation über die hereinstürmenden, neuen Gäste weiter völlig fremd zu sein scheint. Reaktion am Gewürzregal der Informationsvermittlung und des Spin Doctoring: Häufig Fehlanzeige. Infomappe und Pressekonferenz sind beständig im Tagesmenü. Pressemitteilungen wirken ein wenig wie die Sättigungsbeilagen, besonders zu geschäftlichen Highlights der Kunden wie Messen und saisonalen Sales-Feiertagen. Dabei sind die Erwartungen am Tisch des Klienten hoch, schließlich wächst die Schar derjenigen, die bedient werden möchten. Der Ruf ist unüberhörbar nach frischem, integriertem Fusion Food, auch gemessen am Zulauf der Social Media-Verkostungen, sinnbildlich für BarCamp, Social Media Week oder Web Monday. Jedenfalls sind Unternehmensvertreter inzwischen nicht mehr bloß als neugierige Zaungäste anwesend. Reif für Sterne-Kommunikation Natürlich steht im Vordergrund, möglichst viele Anhänger für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Viel lieber sind aber doch richtige, weil regelmäßige Gäste an den Tischen. Oder, was letztlich noch besser wirkt, Fürsprecher – überzeugte Evangelisten also, die einem globalen fusion cooking gegenüber aufgeschlossen sind, dabei gern auch offen und kritisch die Speisekarte durchprobieren. Dem Kommunikator ist Zuspruch sicher, wenn er es wagt, sein Talent in der offenen Showküche einzusetzen und Gäste gemäß deren Wünschen zu bedienen – nichts anderes also, als bei Facebook, YouTube oder anderen Social Media-Plattform passende Inhalte bereitzustellen. Es eröffnet die Chance, dass beide Seiten auf einen Nenner kommen. Ein Momentum, Kommunikation 2.0 wirksam zu etablieren sowie positive Aufmerksamkeit im Social Web zu generieren, bedeutet, die anvisierten Nutzer von Interessierten zu Missionaren zu wandeln. Erforderlich ist eine Konzeption, ein vereinbartes Schema, ein Plan, um die Einstellungen über die Marke oder das Unternehmen zu verändern, egal, ob beim Kunden oder in der Öffentlichkeit. Das eine wirkt auf das andere. Signifikant erfolgreich wirkt hierbei, etwas zu gestalten, das konsistent und langfristig wertvoll ist. Bei allem Engagement in Social Media – intern wie extern – kann die anfängliche Wirkung rasch verpuffen. Ad-hoc-Erfolge sind erfreulich, allerdings ohne weiteres Engagement kaum etwas wert. Sofern nicht inhaltlich nachgehalten wird, verschwindet die Zuwendung und der Buzz rund um die eigenen Themen. Wesentlich wichtiger ist generell die Glaubwürdigkeit einer Kommunikation, auch indem sie weiterentwickelt und richtig positioniert wird. Im übertragenen Sinn erscheint es überlegenswert, lediglich einen Agentur-Stehimbiss 2.0 zu betreiben, der zwar frequentiert wird und dessen Angebot satt macht, jedoch Geschmack, Vielfalt und Ausbau vermissen lässt. Oder ein abwechslungsreiches, qualitativ hochwertiges und überraschendes Angebot in passendem Social Web Ambiente – für begeisterte Social Web Gäste.

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    Social Media-Aktivität steigert den Umsatz

    by Ingo Becker on 15. März 2010


    Was bringt der Einsatz von Social Media für die Reputation unseres Unternehmens? Dies ist wahrscheinlich die am häufigsten gestellte Frage, sobald Kommunikationsabteilungen starten, “dieses Web 2.0″ zumindest theoretisch in ihrer Strategie zu berücksichtigen, vielleicht schrittweise sogar in ihre Prozesse und Tagesabläufe einzubinden.

    In Sachen Relevanz dicht gefolgt wird der Beweggrund von der Frage, wie Ressourcen zeitlich und organisatorisch zu planen sind und welche Kanäle geeignet sind – kurz: “Müssen wir twittern und, falls ja, wie oft?”

    Unter der Flut an Nutzungsraten und Vergleichsstudien mit verwirrenden Zahlen ist mit dem ENGAGEMENT db Report bereits im letzten Jahr ein Bericht veröffentlicht worden, der zusammenfasst, welche Erfolge der Einsatz von Social Media für bekannte Marken erzielte.

    Beleuchtet wird dabei der zentrale Aspekt, wie sich der Umsatz im Verhältnis zum eingesetzten Budget und Umfang der Social Media Kommunikation entwickelt hat, also die Rendite (Return On Investment, ROI).

    Marken, die im Bereich Social Web-Kommunikation großes Engagement zeigen, dies konsistent tun und über eine ausgewählte, aber große Anzahl an Kanälen, haben ihre Umsätze um bis zu 18 Prozent steigern können – innerhalb von zwölf Monaten.

    Bei den aktiven Konsum-Marken glänzen mit vorbildlicher Präsenz auf zahlreichen Web 2.0 Plattformen die Marken Starbucks und Dell, daneben auch eBay, Google und Microsoft. Herausragende Werte im B2B-Sektor verzeichneten besonders SAP – übrigens die einzige B2B-Marke unter den Top 10, Thomson Reuters, Accenture und Intel.

    In Sachen Social Media Engagement ragen die ohnehin web-affinen Industriesektoren heraus. Besonders Medien- und Technologie-Unternehmen haben die Chance ergriffen, in den direkten Dialog mit ihren Kunden im Social Web einzusteigen und setzen auf die Verbreitung von Botschaften und Aufbau und Reputation durch, wie wir es begreifen, Atomic Branding.

    Der umgekehrte Effekt ist deutlich: Bei Unternehmen, deren Engagement für ihre Marke/Produkte im Social Web als geringfügig einzustufen ist, sanken die Umsätze bis zu 6 Prozent.

    Der Zusammenhang, dass ein gezieltes Einlassen auf die Social Media Instrumente im lauten Konzert der Kommunikation ihre Wirkung zeigt, lässt sich messen. Jedoch gilt eines zu beachten: Eine kausale, unmittelbare Auswirkung ist nicht ableitbar; ein Unternehmen, dass im Social Web ungerichtet Produkte platziert und planlos aktiv ist, erhöht nicht zwangsläufig seine Umsätze.

    Der Report wurde von Wetpaint in Zusammenarbeit mit der Altimeter Group erstellt.

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    PR 2.0 und Social Media für gezielten Reputationsaufbau in heterogenen Zielgruppen

    Mit Becker. Joerges. agile communication. startet erstmals eine Kommunikationsberatung für Unternehmen, deren Markenpositionierung unter den schwer fassbaren Zielgruppen im Web 2.0 strategische und konzeptionelle Unterstützung erforderlich macht. Das Beratungsunternehmen mit Sitz im Großraum München bedient gezielt den Sektor der digitalen Kommunikation, von der strategischen Beratung über Change-Management in PR-Abteilungen bis zur konkreten Kommunikationsdienstleistung im Web 2.0. Gesellschafter und Gründer sind der frühere Pressesprecher Ingo Becker und der langjährige Journalist sowie Blogger der ersten Stunde Richard Joerges.

    Der Dialog mit Nutzern und Kunden über Social Media bedeutet für Unternehmen häufig eine nahezu uferlose, weil kleinteilige Umsetzung von Markenaufbau und -positionierung. Für Kommunikationsfachleute in Marketingabteilungen ist das im Tagesgeschäft eine besondere Herausforderung inmitten veränderter Marktanforderungen und vor allem Medien im Umbruch. Das von Becker. Joerges. agile communication. entwickelte Atomic Branding bietet hier schnelle und gezielte Abhilfe bei glaubwürdiger, pointierter Kommunikation im Web 2.0. Erfolge stellen sich direkt ein, Reaktionen auf Produkte und Dienstleistungen werden von den Konsumenten zurückgespielt (Word-of-mouth-Marketing).

    Die Expertise des neuen Beratungsunternehmens in Kombination mit Reputationsmanagement sowie modernem Journalismus in Print und Social Media ist einzigartig. Becker. Joerges. agile communication. kennt damit beide Seiten der professionellen Informationsvermittlung. Das erhöht die Chance um ein Vielfaches, mit Positionierungen und Themen bei den Zielgruppen Gehör zu finden. So gelingt es, Kernbotschaften unter tatsächlich Interessierten zu platzieren und Imagewerte zu pflegen.

    Positionierung klarer Botschaften in die richtigen Online-Kanäle

    Ingo Becker und Richard Joerges fokussieren sich in dem zukunftsorientierten Beratungsangebot sowohl auf strategische Positionierungsfragen und konzeptionelle Unterstützung in den volatilen Situationen des Medienwandels, als auch auf eine Evangelisierung von Botschaften, Innovationen und Neuerungen im sensiblen Web-2.0-Umfeld.

    „Wir stehen für das Zusammenspiel von professionellen Feldern, die sich üblicherweise in der Kommunikationskette gegenüberstehen. Auf diese Weise entsteht eine kreative Sparring-Situation mit dem Auftraggeber für handfesten Mehrwert,“ sagt Richard Joerges.

    Ingo Becker ergänzt: „In unserer beratenden Funktion stehen wir gleichzeitig für die glaubwürdige Absenderschaft an die Zielgruppen, als auch die verlässliche Partnerschaft mit unseren Kunden. Mit dem neuen Angebot erbringen wir Kommunikationsberatung 2.0 mit Leistungen, die zeitgemäß und am tatsächlichen Bedarf des Marketings ausgerichtet sind.“

    Ingo Becker verantwortete zuletzt die PR der Deutschen Telekom, Products & Innovation, in Berlin, und leitete davor die weltweite Kommunikation von Navigon. Im Bereich Produkt-, Krisen- und Unternehmenskommunikation war er unter anderem für Microsoft und The Royal Bank of Scotland bei der internationalen Netzwerk-Agentur Burson-Marsteller sowie der früheren Hunzinger PR tätig.

    Richard Joerges ist Journalist und Unternehmensberater. Er verfügt über mehr als 20 Jahre Know-how im Redaktions- und Verlags-Management sowie Online-Publishing, PR und Unternehmenskommunikation. Als Leitender Redakteur und Publisher verantwortete er namhafte Zeitschriftentitel verschiedener Verlage. Daneben ist er als Sprecher und Moderator auf Kommunikationskongressen tätig, zuletzt für die Welt Kompakt in Berlin anlässlich der weltumspannenden Social Media Week.

    Weitere Informationen im Web: http://beckerjoerges.com und in Echtzeit per Twitter: @BeckerJoerges (Ingo Becker @iblicker | Richard Joerges @rjoerges).

    Über Becker. Joerges. agile communication.

    Becker. Joerges. agile communication. ist die Kommunikationsberatung für Atomic Branding, Reputationsmanagement, Social Media und PR 2.0. Mit Expertise in Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikationstraining und Unternehmensberatung für Print, Social Web und Video bündelt Becker. Joerges. agile communication. umfassende Kompetenz für das Erreichen von Zielgruppen, die vorzugsweise im Internet aktiv sind. Gleich, ob Kampagne, Krisen-PR oder jede andere Kommunikationsaufgabe: Becker. Joerges. agile communication. ist der verlässliche Partner für PR mit Schwerpunkt Online und Social Media. Das Unternehmen mit Sitz in München wurde von den Kommunikationsfachleuten Ingo Becker und Richard Joerges im Januar 2010 gegründet.

    Ansprechpartner

    Ingo Becker

    Telefon: +49 171 9501206
    E-Mail: ib@beckerjoerges.de
    Twitter: @beckerjoerges
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    Über uns

    by admin on 8. Januar 2010

    Ingo Becker

    Mehr als zehn Jahre Erfahrung in internationaler Kommunikation: PR und Social Media für Unternehmen und Marken, Entscheider und Communities.
    Unternehmen u.a. Deutsche Telekom und NAVIGON.
    Agenturen u.a. Burson-Marsteller und Hunzinger.
    Kunden u.a. Accenture, Microsoft und The Royal Bank of Scotland.
    Twitter: @iblicker

    Richard Joerges

    Mehr als 20 Jahre Know-how im Redaktions- und Verlags-Management sowie Online-Publishing, PR und Unternehmenskommunikation, Corporate Blogs und Social Media. Vorträge/Seminare zu den Themen Social Media, Web 2.0, Mac, iPhone, sowie weiteren relevanten und zukunftsweisenden IT-Themen.
    Kunden u.a. Corel, Deutsche Telekom, Intel, Messe München und Viewsonic.
    Twitter: @rjoerges
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